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Heidentum: Teil X Der Ursprung und Zweck von Religion

Der Mensch ist ein paradoxes Geschöpf, hin und her gerissen zwischen unseren Körperinstinkten und dem Willen unseres Geistes. Wenn unsere Körperinstinkte zu schwach sind, werden wir entweder an Hunger, Durst oder dem Mangel an Schlaf sterben und uns nicht einmal mehr reproduzieren. Sind die körperlichen Instinkte zu stark werden wir der Völlerei zum Opfer fallen und im Grunde zu Tode degenerieren. Wenn der Mensch seinen Geist nicht kultiviert und ihn manchmal die Körperinstinkte überstimmen lässt, wird er sich in ein unmenschliches Wesen verwandeln, völlig dominiert von seinen körperlichen Bedürfnissen und Trieben. Er wird sich nicht weiter entwickeln und anstatt ein besseres menschliches Wesen zu werden, wird er zu einem Tier.

Als Heimdallr ("home counter"), den Namen Rígr ("Regler") benutzend, vor ungefähr 80.000 Jahren die Schöpfung der Sippe von Jarl ("Graf") abschloss, id est die nordische (=europäische) Rasse, in der Steinzeit und im äussersten Thule, hat er letztendlich eine menschliche Rasse geschaffen mit dem Potential, göttlich zu werden und er blieb bei ihnen um sie zu schulen. Eines der Dinge die er Jarls Sippe lehrte war ein System von Gedanken und Riten, mit der Absicht sie zu befähigen göttlich zu werden. Dieses System ist das was wir heute als die europäische Religion kennen, oder einfach als Heidentum.

Die Mysterien, die hohen Festtage, die Siebentage-Woche und all die anderen heidnischen Traditionen wurden entworfen um den Menschen zu vervollkommnen. Alle die Regeln und Restriktionen die dem Menschen durch die Religion aufgestellt sind, stellen sicher, dass wir die physischen Instinkte unser Leben nicht dominieren lassen. Der Zweck der hohen Feiertage und der Mysterien ist es für "Aufregung zu sorgen", und für eine begrenzte Zeit entweder den Körper oder den Geist zu überstimulieren. Dieser irrationale Schock ist absolut notwendig für uns um uns zu verbessern, um uns vorwärts zu bewegen. Eine konstante perfekte Balance wird nur zu Stagnation führen. Deshalb beinhalten die heidnischen hohen Feiertage einen Exzess von Trank und Speise, Musik, (ehelichem) Sex, Tanz und Feier und die Mysterien sind oftmals eine gewaltige "umwerfende" und emotionale Erfahrung. Aber wenn das Fest und die Mysterien vorüber sind müssen wir die perfekte Balance wieder herstellen, die Kontrolle wieder dem Geist zurückgeben und zum normalen Leben zurückkehren, sonst werden wir schnell beginnen zu degenerieren.

Um die Bedürfnisse des Menschen zu verstehen müssen wir den Körper des Menschen kennen und verstehen, die verschiedenen Schichten. Sie werden (aus "The Mysteries And Mythology Of Ancient Scandinavia"): "lík (Körper, Leichnam, "Schatten"), várðr (Wächter, "Lebenskraft"), hamr (widerspiegeltes Bild, Verfassung, "Erinnerung"), hugr (Geist, "Seele") und ánd (Atem, Gedanke, "Geist") genannt. Lík ist der physische Körper und ist daher mit den Wanen verbunden. Alles vom Felsen bis zu den Menschen hat einen lík. Várðr ist der ätherische Körper und wie alle immateriellen Wesen ist er mit den Asen verbunden. Der várðr ist die Lebenskraft der das Leben bewacht und uns am Leben hält. Alles von den Pflanzen bis zu den Menschen hat einen várðr. Ohne diese Lebenskraft würden wir sterben und Leichen werden. Hamr ist der astrale Körper. Dies ist das Bewusstsein und die Fähigkeit durch Repetition zu lernen. Alles vom Tier bis zum Menschen hat einen Hamr. Ohne hamr fallen wir in die Besinnungslosigkeit und werden wie Pflanzen. Hugr ist der geistige Körper. Dies ist die Fähigkeit wissen zu erwerben und Gebrauch zu machen von dem was man weiss. Ohne hugr werden wir alles was wir lernen vergessen und wie Tiere werden. Nur Menschen haben einen hugr. Der letzte Körper ist ánd. Dieser durchdringt alles, aber nur eingeweihte menschliche Wesen haben irgend einen Kontakt zu diesem Geist und sie müssen auf Sleipnir reisen, durch die trojanische Festung und in das Reich der Götter, um die Runen (Geheimnisse) zu lernen. Lík braucht physische Pflege um zu überleben, wie physisches Training, Speis und Trank, aber auch Ruhe. Várðr braucht Wärme, Schlaf, Freude und wahre Liebe, aber ebenso Kälte, Trauer, Angst, Risiko und negative Emotionen. Hamr braucht kreative Darstellung, Musik, Kunst und Träume, aber ebenso Schweigen, Ruhe und Leere. Hugr braucht geistige Herausforderungen, Training des Lang- und Kurzzeitgedächtnisses, Konzentration und Training der logischen Fähigkeiten, aber auch geistige Ruhe. Ánd braucht einen tieferen Sinn, Langzeitaktivitäten, und eine über-individualistische Perspektive, aber auch Todesverachtung und Schonungslosigkeit. Angesichts dessen würde ich behaupten, dass dieses alte skandinavische System die "Bedürfnispyramide" von Masslow leicht ersetzen könnte.

Das Heidentum wurde entworfen um der Evolution des Menschen zu dienen, und alle die Mysterien und hohen Festtage dieser Religion sind gut durchdacht. Es ist nicht nur eine friedensliebende Religion, weil sie die Wichtigkeit des Kampfes anerkennt, aber es ist auch nicht nur eine kriegsliebende Religion, weil sie auch die Wichtigkeit des Friedens anerkennt. Es ist stattdessen eine Religion die Frieden und Krieg umfasst, alles zu gegebener Zeit. Um zu verbessern müssen wir sowohl wach sein, als auch schlafen, wir brauchen beides, Sonnenschein und Regen, Licht und Dunkelheit und so weiter. Nur den Sonnenschein, das Licht und das Vergnügen anzunehmen, wie dies die meisten modernen Religionen tun, ist einfach dumm.

Die Restriktionen die dem Menschen durch das Heidentum auferlegt werden sind nicht das Resultat eines Wunsches von jemandem um unsere Freiheit einzuschränken, oder irgend etwas in diese Richtung. Sie sind da, weil sie für uns notwendig sind, um letztlich göttlich zu werden und im Grunde genommen sind wir hier um göttlich zu werden. Heidentum ist einfach eine Anleitung wie dieses Ziel zu erreichen ist, eine Anweisung die dem nordischen Menschen von den Göttern zu Beginn gegeben wurde und wir sollten damit verbunden sein mit dem Verstand.

Varg "der Barde" Vikernes
(18.02.2006)
Übersetzt von Nino



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