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Der "Graf" trauert um seinen satanischen Freund "Bergensavisen" Zeitung (11.08.1993) Haakon Ben Schrøder
Der wegen Brandstiftung in einer Kirche Verdächtige, der "Graf", trauert um seinen satanischen Freund Øystein Aarseth (25), der gestern Morgen ermordet in Oslo aufgefunden wurde. Aarseth war Inhaber des ehemaligen Plattenladens "Helvete" und an der Veröffentlichung von der "Grafs" Plattenlabel beteiligt. "Er war auch ein Freund", sagte der "Graf" betrübt gegenüber "BA".
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Øystein Aarseth (25) wurde mit mehreren Stichwunden in einem Treppenhaus in Tøyen ermordet aufgefunden.
Traurig
"Aarseth war ein Freund von mir. Er leitete die Plattenfirma, die meine Platten veröffentlichte", sagte der "Graf" höflich abweisend, als "BA" ihn gestern Abend ansprach. Er hatte die traurige Nachricht bereits am Vormittag erhalten.
"Ich werde der Polizei alles Notwendige sagen. Aber ich weiß nicht, wer dahintersteckt", sagt er.
"Bitte verstehen Sie, dass ich jetzt nicht darüber sprechen kann. Er war ein guter Freund von mir", sagte der "Graf" und schloss vorsichtig die Tür hinter sich. Der Vorfall in Oslo hat den Brandstifter der Kirche sichtlich mitgenommen. Der "Graf" war schon mehrmals in Oslo und hat seinen nun verstorbenen Freund besucht.
Weitere Messerstich Verstöße
"Der Verstorbene wies mehrere Stichwunden auf. Es sei noch zu früh, um zu sagen, ob es sich um einen Ritualmord handele, aber bisher gebe es keine Hinweise darauf", so der kommissarische Polizeichef Kai Egeland von der Abteilung für Gewaltverbrechen im Osloer Polizeipräsidium.
Aarseth wurde um 5 Uhr morgens gefunden. Laut NTB (Norsk Telegrambyrå - Norwegische Telegrammagentur) berichteten Nachbarn des vierstöckigen Wohnhauses der Polizei, sie hätten einige Stunden zuvor Schreie und Lärm im Flur gehört. Die Polizei führte am Dienstagmorgen eine Haus-zu-Haus-Aktion im Wohnhaus durch, um weitere Informationen zu dem verdächtigen Todesfall zu erhalten.
Traurig: Kristian "Graf" Vikernes trauert um seinen Freund Øystein Aarseth, der gestern in Oslo erstochen aufgefunden wurde (Foto von Endre Jørgensen)
Ermittlungen: Die Polizei wird nun herausfinden, was Øystein Aarseth in seinen letzten Stunden getan hat
Satanisten im Verhör
"Wir ermitteln in dem Fall. Es ist klar, dass Personen, die den Verstorbenen kannten, befragt werden", sagt Egeland. Er bestätigt, dass mehrere Satanisten vorgeladen werden. Egeland bestätigt außerdem, dass die Mordermittler selbstverständlich mit der sogenannten Brandstiftungsgruppe zusammenarbeiten, die unter anderem den Fall "Graf" Aarseth betreut.
Der Tod von Øystein Aarseth war Anfang des Jahres in den Schlagzeilen, nachdem ein möglicher Zusammenhang zwischen satanischen Kreisen in Bergen und Oslo und den acht Kirchenbränden des vergangenen Jahres aufgetaucht war. Aarseth war damals Inhaber des satanisch geprägten Platten- und Versandhandels "Helvete", der unter anderem die Platte von der "Graf" verkaufte, der zu dieser Zeit in Bergen inhaftiert war.
In Interviews distanzierte sich der inzwischen verstorbene Ladenbesitzer von den Behauptungen, dass Personen aus der extremen Black-Metal-Szene etwas mit den Kirchenbränden zu tun hätten.
Der Plattenladen "Helvete" wurde von der Polizei durchsucht, die dabei auch mehrere Gegenstände beschlagnahmte. Der verstorbene Øystein Aarseth wurde von der Polizei vernommen, später jedoch vom Vorwurf der Kirchenbrände freigesprochen.
Satanist: Øystein Aarseth war eine Schlüsselfigur der Black-Metal- und Satanisten Szene in Oslo. Er trat unter dem Künstlernamen Euronymous auf und sah so aus, als er in der Band Mayhem spielte
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